Geschichte
März 1990
Die beiden Theaterprofis Renate Salinger und Wolfgang von Heygendorff gründen das kleine theater bielefeld und begeistern gleich mit ihrem ersten Debüt "Altmodische Komödie" des russischen Schriftstellers Alexej Arbusow viele Besucher. Das Stück hatte am 12. März 1990 anlässlich der Vernissage „Sowjetische Malerei“ in der EURO AKADEMIE KÖLN in Anwesenheit des sowjetischen Kulturattachés seine Premiere.

Anfang 1991
Nachdem das Theater bisher im Museum Waldhof spielte, fand es Anfang 1991 seine feste Spielstätte im Murnau-Saal der Volkshochschule Bielefeld, in der heute noch regelmäßig Aufführungen stattfinden. Renate Salinger und Wolfgang von Heygendorff, der die Leitung des Theaters übernahm, spielten in der Folgezeit weitere Zwei- und Ein-Personen-Stücke wie "Die Scheidung" von Stawinski, "Love Letters" von Gurney und "Eurydikes Hände" von Bloch. Das kleine theater bielefeld wurde als Kammerspiel-Theater immer mehr als eine wertvolle Ergänzung zum großen und kleinen Haus des Stadttheaters angesehen. Für die Technik fanden sich junge theaterbegeisterte Studenten.
Dezember 1991
Im Dezember 1991 ging die Altmodische Komödie auf Tournee nach Gran Canaria. Weitere Tourneen folgten an die Ostsee. Man spielte in Bad Ahlbeck, Bad Bansin und Bad Graal-Mürwitz. Es war nur eine Frage der Zeit, wann aus dem Zwei-Personen-Theater ein Theater mit einem größeren Ensemble werden würde. Schließlich brauchte man auch jüngere Kräfte, um bei der Auswahl der Stücke flexibler und damit noch attraktiver zu sein.
Mitte 1992
Wolfgang von Heygendorff, der an den Volkshochschulen Bielefeld und Gütersloh Theaterkurse leitet, holte von dort im Laufe der Jahre einige hoffnungsvolle Talente ans Theater, so dass ab Mitte 1992 immer ein gemischtes Ensemble aus Profis und begabten Amateuren bestand, das sich gegenseitig gut ergänzte. Als eine Besonderheit des Theaters galt die Zusammenarbeit mit der Tourist Union International (TUI), dem größten Reiseunternehmen Europas. Das Theater führte in den Wintermonaten 1992 bis 1994 und 1997 mit großem Erfolg Gastspiele auf den spanischen Urlaubsinseln Mallorca, Gran Canaria, Teneriffa und auf Zypern durch.
August 1993
Anlässlich Goethes Geburtstages erarbeitete Wolfgang von Heygendorff eine szenische Lesung aus dem Briefwechsel Goethes mit seiner Frau und Schiller, die am 28. August 1993 in Zusammenarbeit mit der Stiftung Weimarer Klassik im Liebhabertheater Schloss Kochberg aufgeführt wurde. Nach einer Überarbeitung der Lesung kam es im August 1996 im Kurtheater Bad Elster und im Goethejahr 1999 wieder in Schloss Kochberg zu weiteren Aufführungen. In Bielefeld wurde munter weiter gespielt – vorwiegend Komödien. Neben Wolfgang von Heygendorff führte auch Ursula Armbruster, jahrzehntelang am Stadttheater Bielefeld engagiert, Regie. Das WDR-Fernsehen brachte in regelmäßiger Folge Ausschnitte von den Premieren für die Sendung TIPPS & TERMINE.
1997
Wieder einmal ging das Theater in Zusammenarbeit mit Touristik Union International (TUI) auf Gastspielreise. Diesmal nach Zypern. Vom 23. bis 30. Januar spielte unser Ensemble in Ay Napa und Paphos die 3 Einakter von Curt Goetz (Herbst, Hund im Hirn, Minna Magdalena) und „Die Sternstunde des Josef Bieder“. In diesem Jahr präsentierte das Theater außerdem zum ersten Mal ein Märchen. "Rumpelstilzchen" stand auf dem Spielplan, welches ein Riesenerfolg war und dazu führte, dass auf Grund großer Nachfrage fort an in der Winterzeit Märchen gespielt wurden.
1999
Anlässlich der Feiern Weimars als Weltkulturstadt 1999 wurde das kleine theater bielefeld am 19.06.1999 ins Liebhabertheater Schloss Kochberg bei Weimar eingeladen. In dem ausverkauften barocken Theater der Freundin Goethes, Charlotte von Stein, führte das Kleine Theater in historischen Kostümen eine von Wolfgang v.Heygendorff erarbeitete szenische Lesung aus dem Briefwechsel Goethes mit Schiller und seiner Frau durch. Goethe wurde von Wolfgang v.Heygendorff gelesen, Schiller von Oliver Warsitz von den Westfälischen Kammerspielen Paderborn und Goethes Frau von Renate Salinger. Dietmar Guhe trat als Sprecher auf und kommentierte die geschichtlichen Zeitabläufe.
Insgesamt gab es von 1990 bis heute 40 Inszenierungen, im Schnitt zwei pro Jahr mit jeweils 10 - 12 Aufführungen.
So geht es mutig und unverzagt weiter mit Engagement,
Fleiß und Freude am Theater –
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